Neues aus dem Bürgermeisterbüro (26. Juni 2026)

Liebe Ginsheim-Gustavsburger,

kaum aus dem schönen Italienurlaub zurück, erwarteten mich zahlreiche Termine, die vielfältiger kaum sein könnten.

🔋 ☀️ Drei PV-Anlagen auf städtischen Kitas installiert

Die Energiewende in unserer Kommune nimmt weiter Gestalt an. Nach der Photovoltaikanlage auf dem Ginsheimer Feuerwehrhaus wurden nun auch drei städtische Kitas mit Solaranlagen ausgestattet.

Die Anlagen entstanden im Rahmen eines Pacht- und Wartungsmodells mit der UrStrom eG und der Bürgerenergie Mainspitze. Dank moderner Photovoltaiktechnik und Batteriespeicher kann ein großer Teil des Stroms direkt vor Ort erzeugt und genutzt werden. Je nach Standort werden zwischen 64 und 79 Prozent des Strombedarfs gedeckt. Den höchsten Wert erreicht die Kita VIII mit rund 79 Prozent Eigenversorgung. Während zwei Anlagen von der Bischofsheimer Firma inek installiert wurden, übernahmen Mitglieder der Bürgerenergie Mainspitze und der UrStrom eG die Arbeiten an der Kita V unter fachlicher Anleitung von inek. Dort wird zudem ein Doppelladepunkt für Elektrofahrzeuge eingerichtet.

Die hohe Stromabdeckung zeigt das Potenzial kommunaler Dächer. Jede selbst erzeugte Kilowattstunde stärkt die Unabhängigkeit von den Energiemärkten, senkt langfristig Kosten und trägt zum Klimaschutz bei. Besonders erfreulich ist, dass diese Entwicklung an Orten stattfindet, an denen unsere Jüngsten aufwachsen – Nachhaltigkeit wird hier nicht nur vermittelt, sondern praktisch vorgelebt.

🎁 Geschenke für die Kita V

Nachdem mich schon die Besichtigung der neuen PV-Anlage zur Kita V geführt hatte, war es nur wenig später ein weiterer schöner Anlass: Wieder einmal hat sich unser örtliches Gewerbe für die Kleinsten stark gemacht. Für strahlende Kinderaugen sorgten Christian Märker vom REWE-Markt und Coskun Uzuner vom KSM/KFZ-Service am Mainspitzdreieck mit einer gemeinsamen Spende: Gleich zwei attraktive „Streitwagen“ bereichern nun den Fuhrpark der Kita. Auf den zwei hochwertigen Rädchen im Wert von insgesamt 600 € finden jeweils zwei Kinder Platz. Für das tolle Engagement und die Unterstützung unserer Jüngsten danke ich beiden Spendern herzlich.

♻️ Deutschland trennt

Unser Team der Abfallberatung hat sich erneut an der bundesweiten Aufklärungsaktion „Deutschland trennt“ beteiligt. Beim Aktionstag auf dem Ballou-Platz habe ich die Gelegenheit genutzt, mit den Mitarbeitenden der Abfallberatung sowie den Vertreter*innen der dualen Systeme ins Gespräch zu kommen.

Besonders erfreulich war, dass die Aktion Menschen aller Altersgruppen erreicht hat. Kinder konnten spielerisch ihr Wissen am Glücksrad testen, sich mit dem Trennbären fotografieren lassen und sich beim Team des Kinder- und Jugendbüros mit Glitzertattoos verschönern lassen. So wurde Mülltrennung auf anschauliche und unterhaltsame Weise vermittelt.

Auch für Erwachsene gab es zahlreiche Informationen rund um richtige Abfalltrennung, typische Fehlwürfe und lokale Besonderheiten. Die Veranstaltung hat einmal mehr gezeigt: Umwelt- und Klimaschutz beginnt im Alltag – bei jeder einzelnen Entscheidung zur richtigen Entsorgung. Wer Abfälle korrekt trennt, leistet einen wichtigen Beitrag zum Recycling wertvoller Rohstoffe und vermeidet unnötige Kosten durch nachträgliche Sortierung.

Mein Dank gilt allen Beteiligten, die diesen informativen und lebendigen Nachmittag möglich gemacht haben – ein gelungenes Beispiel für Umweltbildung mit Spaßfaktor für Groß und Klein.

♻️ „Sauberhafter Schulweg“ – Schüler*innen machen mit

Immer wieder werde ich auf die zunehmende Vermüllung des öffentlichen Raums angesprochen. Die Mitarbeitenden sind täglich im Einsatz, kommen jedoch mit dem Aufsammeln kaum noch hinterher – zu häufig wird Abfall achtlos entsorgt, obwohl der nächste Mülleimer nur wenige Meter entfernt ist.

Umso wichtiger sind gemeinsame Zeichen wie die großangelegte Sammelaktion im Rahmen des „Sauberhaften Schulwegs“. In Gustavsburg beteiligte sich die Gustav-Brunner-Schule, in Ginsheim engagierten sich Schüler*innen des Gymnasiums Nord. Letztere verstanden ihre Aktion zugleich als „Abschiedsgeschenk“ an die Kommune.

Der Dank gilt allen Beteiligten für diesen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz ebenso wie dem Kleingartenverein für die Bereitstellung der Greifzangen.

🚒 Bauausschuss und STVV ebnen Weg für neues Feuerwehrgebäude in Gustavsburg

Langsam aber sicher nehmen die Planungen des Feuerwehrhauses in Gustavsburg Gestalt an. Das ist auch dringend nötig, da wir bei der jüngsten technischen Prüfung des alten Feuerwehrhauses durch den Technischen Prüfdienst die ritzerote Karte gezeigt bekommen haben. Das Haus entspricht hinten und vorne nicht mehr den aktuellen Vorgaben.

Umso erfreulicher ist es, dass die Stadtverordnetenversammlung nach der abschließenden Beratung im Bauausschuss den Bebauungsplan beschlossen hat und damit das notwendige Baurecht geschaffen wurde. Damit ist der Weg frei für die konkrete Gebäudeplanung und einen zukunftsfähigen Neubau für unsere Feuerwehr.

🌊 Testphase zur Umgestaltung des Altrheinufers

Gerne möchte ich noch einmal daran erinnern, dass wir uns derzeit in einer einjährigen Testphase zur Umgestaltung des Altrheinufers befinden. Unsere Verwaltung, die beteiligte Hochschule Darmstadt und die AG Altrheinufer sammeln in dieser Zeit konstruktive Vorschläge und nutzen die Phase gezielt dafür, das favorisierte Konzept im Alltag zu erproben.

Die bereits im Mai gestartete Testphase ist genau das, was sie sein soll: eine Chance, unterschiedliche Ideen des Konzepts praktisch zu testen und ihre Wirkung vor Ort zu beurteilen. Zahlreiche Anregungen aus der Bürgerschaft sind bereits bei uns eingegangen und werden nun auf ihre Umsetzbarkeit geprüft.

Anfang Juli werden wir gemeinsam mit dem Team der Hochschule Darmstadt eine erste Zwischenbilanz ziehen. Nach den Sommerferien trifft sich anschließend die AG Altrheinufer, um die bisherigen Erkenntnisse zu beraten und die nächsten Schritte vorzubereiten. Selbstverständlich halten wir Sie dabei weiter auf dem Laufenden.

Schiffsmühlenverein – gute Nachrichten

Große Erleichterung herrscht bei unserem Schiffsmühlenverein. Lange Zeit stand im Raum, dass eine technische Prüfung der Schiffsmühle an Land erfolgen müsse – eine Aktion, die den Verein finanziell stark belastet, wenn nicht gar an seine Grenzen gebracht hätte.

Nun flatterte eine gute Nachricht ins Haus: Die zuständige Behörde hat dank meiner Vermittlung und mit fachlicher Unterstützung eines Sachverständigen dem Vorstand mitgeteilt, dass die Prüfung nun doch in gewohnter Weise auf dem Wasser stattfinden kann. Damit ist die drohende finanzielle Belastung vorerst abgewendet. Für den Verein bedeutet diese Entscheidung eine spürbare Entlastung und vor allem Planungssicherheit – zumindest für den Moment.

🚧 Aktionstag: Kommunen am Limit

Immer mehr Aufgaben, steigende Kosten und eine unzureichende Finanzierung durch Bund und Länder bringen die Kommunen zunehmend an ihre Grenzen. Auch vor Ort wird das deutlich: Der finanzielle Spielraum für Kultur, Freizeitangebote und das gesellschaftliche Leben wird immer kleiner.

Gerade Einrichtungen wie unsere Burg-Lichtspiele zeigen, wie wichtig kommunales Engagement für die Lebensqualität ist. Damit solche Angebote erhalten bleiben, braucht es eine verlässliche und auskömmliche Finanzierung der kommunalen Ebene.

Mit der Beteiligung an der bundesweiten Aktion „Kommunen am Limit“ wollten wir darauf aufmerksam machen – symbolisch unterstrichen durch eine Absperrung der Burg-Lichtspiele. Die Botschaft ist klar: Es ist kurz vor zwölf. Kommunen brauchen wieder mehr Handlungsspielraum, damit Kultur, Vereine und soziale Angebote nicht verloren gehen.

Zur Wahrheit gehört aber auch: Von einer Lösung sind wir leider noch weit entfernt. Die Stadtverordnetenversammlung hat am Mittwoch einen Nachtragshaushalt beschlossen, der nur durch eine deutliche Erhöhung der Grundsteuer B finanzierbar ist. Die Anhebung auf 1.400 Punkte ist für viele Bürger*innen eine spürbare Belastung, und mir ist sehr bewusst, wie schwer diese Entscheidung zu vermitteln ist.

Gerade deshalb bleibt es unsere gemeinsame Aufgabe, die kommunale Finanzierung so zu gestalten, dass solche Schritte künftig vermieden werden können. Aber ohne diese Entscheidung hätte wären Angebote für Kinder und Senioren am Ende, Kino und Musikschule zu und keine Vereinsförderung mehr möglich. Und dennoch hätte auch ein solch radikal gekürzter Haushalt noch eine Erhöhung der Grundsteuer erforderlich gemacht.

Was mich persönlich umtreibt: In Kommunen mit roter Rathausspitze schießen die Schwarzen gegen solche harten Entscheidungen und in Kommunen mit schwarzer Spitze in denen die gleiche Ratlosigkeit herrscht, wie man das Problem noch lokal lösen könnte, die Roten. Anstatt sich vernünftig gegenüber den Verursachern der Misere zu solidarisieren, wird weiter jeweils so getan, als könne die Verwaltung noch ein paar Euros finden, um den Haushalt auszugleichen – Was angesichts der Dimensionen unmöglich ist.

Obwohl! Vielleicht bringt eine parteiübergreifende Reise von Bürgermeistern aus dem Kreis nach Berlin und Gespräche dort ja etwas ins Rollen.

Auf einen Kaffee…

Trotz unerträglicher Hitze sind auch diesmal wieder mehrere Bürger*innen meiner Einladung zur offenen Gesprächsrunde „Auf einen Kaffee“ gefolgt. Nach Gustavsburg ist am kommenden Donnerstag, 2. Juli, Ginsheim an der Reihe. Ich freue mich, wenn Sie ab 16.00 Uhr zum persönlichen Austausch im Eiscafé Venezia am Friedrich-Ebert-Platz vorbeischauen. Der Kaffee geht selbstverständlich auf mich!

🎉 Herzliche Glückwünsche

Der 80. Geburtstag von Helga Smit, zu dem ich ihr kürzlich bei einer Tasse Kaffee gratulieren durfte, hatte für mich eine ganz besondere persönliche Bedeutung. Die Mitbegründerin des gleichnamigen Fahrradgeschäfts hat insbesondere meine Kindheit nachhaltig geprägt.

Durch Freundschaften von Großeltern und Eltern bin ich gemeinsam mit meinem Bruder und den beiden Smit-Brüdern auf dem Garagenhof zwischen der Schwedenschanze und der DaLa aufgewachsen – und Helga war für uns Kinder stets eine vertraute Bezugsperson, fast wie eine „zweite Mama“. Ihre herzliche Gastfreundschaft ist bis heute in bester Erinnerung geblieben und bleibt unvergessen.

Liebe Helga, auch an dieser Stelle nochmals alles Gute zum 80. Geburtstag!

🏅 Verleihung des Ehrenbriefes des Landes Hessen

Gleich zwei engagierte Mitbürger aus unserer schönen Mainspitze wurden am heutigen Nachmittag mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen ausgezeichnet – und ich durfte bei der feierlichen Übergabe dabei sein. Edeltraud Rech wurde für ihr außergewöhnliches Engagement im Verein für Städtepartnerschaften (VSP) geehrt. Seit vielen Jahren organisiert sie mit großem Einsatz und absoluter Verlässlichkeit die Sprach- und Bürgerreisen und trägt damit maßgeblich zum lebendigen Austausch unserer Partnerstädte bei.

Ebenfalls ausgezeichnet wurde Michael Moise, langjähriger 1. Vorsitzender der TSV Ginsheim. Mit großem Engagement und kontinuierlichem Einsatz hat er den Verein entscheidend mitgestaltet und insbesondere die Karateabteilung ins Leben gerufen sowie über viele Jahre erfolgreich aufgebaut und geprägt.

Beiden Geehrten gilt mein herzlicher Glückwunsch und großer Dank. Sie stehen beispielhaft für das starke ehrenamtliche Engagement, das unser gesellschaftliches Leben in der Mainspitze trägt und bereichert.

Für das Wochenende wünsche ich Ihnen ein schattiges Plätzchen. Eigentlich hätten wir uns auf der WeinSPITZE am Altrhein oder beim Sommerfest des „Haus Mainblick“ in Gustavsburg sehen können. Beide Veranstaltungen wurden – vernünftigerweise – wegen der Hitze abgesagt.

Bleiben Sie hydriert!

Herzliche Grüße
Ihr
Thorsten Siehr

 

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